Tonfa

Der Tonfa ist eine kurze Holzwaffe mit einem Hauptschaft und einem quer stehenden Griff nahe einem Ende, traditionell paarweise, je einer in jeder Hand, im okinawanischen Kobudo eingesetzt. Ihre Bauform erlaubt es, sie am Seitengriff zu fassen und zu drehen, wodurch sich die Schlagreichweite des Unterarms verlängert, oder sie entlang des Unterarms zu halten, um Schläge zu blocken und abzuleiten. Manche Überlieferungen führen ihren Ursprung auf einen Holzgriff zurück, der einst an einem Mühlstein saß, auch wenn die Einzelheiten unter Historikern umstritten sind.

Das Tonfa-Training umfasst meist einzeln geübte Schläge, Blocks und Drehungen, bevor es zu Paarformen übergeht, ähnlich aufgebaut wie bei anderen Kobudo-Waffen wie dem Sai. Die Bauform des Tonfa wird oft als Einfluss auf den seitlich gegriffenen Polizeischlagstock genannt, der in manchen Ländern verwendet wird, auch wenn sich beide für unterschiedliche Zwecke entwickelt haben und in der Praxis ganz anders trainiert werden.

Wie bei anderen traditionellen Waffen sollte die Größe zur Unterarmlänge der übenden Person passen, damit sich Drehen bequem ausführen lässt. Siehe unseren Leitfaden zum Waffentraining für allgemeine Hinweise zu Größe und Material.